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Vorbericht 184. Internationale Kunstauktion - 7., 8. und 13. bis 15. Mai 2022

Vorbesichtigung: 24. April 2022 bis 5. Mai 2022
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Mit einer ebenso exzellenten wie breitgefächerten Offerte von rund 3.500 ausgewählten Objekten aus allen Bereichen der Kunst- und Antiquitätenwelt begeht das renommierte norddeutsche Auktionshaus Schloss Ahlden das Auktionsfrühjahr 2022. Von klassischen Möbeln, Gemälden und Porzellanen über Moderne und Zeitgenössische Kunst, bis hin zu hochkarätigem Schmuck, Juwelen, Handtaschen und Luxusarmbanduhren: In Ahldens 184. Internationaler Kunstauktion am 7.,8. und 13. bis 15. Mai wird jeder Liebhaber schöner Künste und qualitativ hochwertiger Meisterstücke fündig. 

Ein ganz besonderes Highlight gibt es dabei dieses Mal mit einem musealen Berliner Frühwerk des Ausnahmekünstlers Walter Spies (1895-1942) zu bewundern (Lot 1942). Spies zählt sicherlich zu den spannendsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit. Sein außergewöhnliches Leben führte ihn als Maler, Bühnenbildner, Musiker, Komponist und Fotograf von Russland über Deutschland bis nach Java und Bali, wo er schließlich zu unwahrscheinlicher Popularität gelangte, die bis heute andauert. Seine Werke werden jedoch nur überaus selten auf dem Kunstmarkt angeboten, da er sich mit kaum drei, vier Bildern im Jahr als Maler wenig produktiv zeigte. Die angebotene Arbeit mit dem Titel „Transformationsakt“ entstand um 1920 als eine der frühesten im Oeuvre des Künstlers und war ein Geschenk an seinen damaligen Geliebten, den Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau (1881-1931), der später insbesondere durch seine Nosferatu-Verfilmung weltberühmt werden sollte. Im Stil des Magischen Realismus wird hier aus einer teils extremen Aufsichtperspektive und mit einer nicht zu verkennenden humoristischen Note eine vermutlich durch Pola Negris berühmte Carmen-Darstellung im 1818 in Berlin uraufgeführten Ernst Lubitsch Film inspirierte Bühnenszene gezeigt und simultan durch den Blick auf den vorherigen Umkleideprozess „hinter den Kulissen“ eines transparent dargestellten Paravents aufgebrochen, während im Vordergrund voller Inbrunst das Orchester musiziert.

Von 2012 bis 2018 auf Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle und dem Museum für Gegenwart in Berlin zu sehen, kommt dieses außergewöhnliche und bedeutende Meisterwerk nun mit einem Schätzpreis von 300.000 – 500.000 € auf Schloss Ahlden zur Versteigerung.    

Auch ansonsten kann sich das Aufgebot Moderner und Zeitgenössischer Kunst der Ahldener Frühjahresauktion im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Unter zahlreichen spannenden Arbeiten namhafter Künstler wie Pablo Picasso (1881-1973), Joan Miró (1893-1983), Ernst Fuchs (1930-2015), Andy Warhol (1928-1987), Tina Blau (1845-1916), Renée Sintenis (1888-1965), Gerhard Marcks (1889-1981), Bruno Bruni (*1935) oder Markus Lüpertz (*1941) kommt unter anderem ein überdimensioniertes, 244 x 244 cm großes Marmorschachspiel mit jeweils 16 von dem französisch-amerikanischen Objektkünstler Arman (1928-2005) und dem französischen Bildhauer Georges Boisgontier (1931-2019) gefertigten Bronzefiguren zu 145.000 € zum Aufruf (Lot 734). Während Armans Figuren dessen Leidenschaft für sinnliche, weibliche Formen der Streichinstrumente widerspiegeln, verwandeln sich Boisgontiers straff abstrahierte Figuren durch ihre archaischen, geometrischen Formen, gleichsam in Idole voller Symbolik.

Nachdem es bereits in der vergangenen Dezemberauktion auf Schloss Ahlden für exquisite Porzellane, insbesondere von Meissen, Rekordpreise geradezu hagelte, ist einmal mehr auch das Frühjahresangebot des Hauses in diesem Bereich wieder gespickt mit Höhepunkten.

Nicht zuletzt auf ein um 1900 entstandenes Paar hochbedeutender Meissener Prunkvasen mit Schlangenhenkeln und meisterhafter Pâte sur pâte-Malerei mit einem Schätzwert von 240.000 € darf man gespannt sein (Lots 956 + 957).

Darüberhinaus zählen unter anderem ein Paar Limoges Deckelvasen, ebenfalls von Meissen, mit Darstellung des Triumphzuges Alexander des Großen nach Babylon, zu 145.000 € (Lot 959), ein museales Historismus-Lavabo mit mythologischen Szenen mit einem Schätzpreis von 80.000 € (Lot 962), lebensgroße Porzellanfiguren eines Pfaus (Lot 806, Schätzpreis 85.000 €) und eines Kasuars (Lot 808, Schätzpreis 120.000 €) sowie mehrere Augustus Rex Deckelvasen zu den aller nennenswertesten Glanzlichtern der Sparte.

Während bei den Altmeistergemälden erneut insbesondere Werke von Jan Brueghel dem Jüngeren (1601-1678, Lot 1705, Schätzpreis 65.000 €) und Jan van Kessel dem Älteren (1626–1679, Lot 1704, Schätzpreis 33.000 €) hervorstechen, wartet die Rubrik Möbel neben imposanten Aufsatzschränken, einigen exzellenten Louis XV-Kommoden und -Stühlen sowie einem Billardtisch von E. J. Riley (Lot 1686), auch mit einem meisterhaft gearbeiteten Eger-Barockkabinett mit Adam Eck (1604-1664) zugeschriebenen Reliefintarsien und einem Schätzwert von 28.000 € (Lot 1614) auf.  

In Sachen Schmuck und Uhren gelingt es Schloss Ahlden seit Jahren in gewohnter Regelmäßigkeit mit einem der besten Angebote unter den führenden deutschen Kunsthäusern zu beeindrucken. Hier werden in diesem Frühjahr unter anderem eine auf 145.000 € taxierte Taschenuhr von Patek Philippe mit ewigem Kalender (Lot 1345), ein spektakulär großer Natural Fancy-Brillant-Solitärring von ca. 7,04 ct. mit einem Mindestgebot von 33.000 € (Lot 1294), eine Piaget-Polo Armbanduhr für 50.000 € (Lot 1323) sowie eine mit einem Startpreis von 29.000 € versehene Vintage Demi Parure von André Vassort für Van Cleef & Arpels offeriert (Lot 989).

Nicht minder exklusiv präsentiert sich eine Privatsammlung mehrerer königlicher Goldtabatieren, darunter ein imposantes Stück aus dem ehemaligen Besitz von König Otto von Griechenland (1815-1867) mit einem Aufrufpreis von 45.000 € (Lot 1364), eine Präsent-Golddose Friedrich Wilhelms IV. von Preußen (1795-1861) zu 39.000 € (Lot 1365), während eine als Geschenk Kaiser Wilhelm II. von Preußen an Robert von Benda im September 1888 gefertigte feine Tabatiere mit einem Schätzwert von 33.000 € zur Versteigerung gelangt (Lot 1366).

Darüber hinaus dürfen unter etlichen weiteren Glanzlichtern insbesondere ein Ensemble von acht klassizistischen Dessauer Silberobjekten aus dem persönlichen Besitz der Fürsten von Anhalt-Dessau zu attraktiven 22.000 € (Lot 204) sowie eine Sammlung seltener, musealer Keramiken des 16. und 17. Jahrhunderts auf gar keinen Fall verschwiegen werden.

Während ersteres teilweise mit Daten versehene, spätere Besitzgravuren aufweist, die wahrscheinlich auf Christiane Amalie (1747-1816), verheiratet mit Friedrich von Anhalt-Dessau und deren Kinder verweist, wartet zweitere mit einem seit vielen Jahren verschollen geglaubten Creußener Renaissancekrug zu 12.000 € auf, dessen Datierung auf 1611 ihn als das früheste bekannte Exemplar seiner Art auszeichnet (Lot 250).

Am 15. Mai endet ferner die zweite Online-Only Auktion des Hauses. Mit rund 80 historischen Puppen des 19. bis frühen 20. Jahrhunderts kommt dabei bereits der vierte Teil der spannenden Sammlung Dobbelmann aus Rotterdam zum Aufruf. Gebote können hier sowohl online unter www.auctions.schloss-ahlden.de als auch via Telefon und per E-Mail abgegeben werden.   

Alle angebotenen Objekte können vom 24. April bis 5. Mai im historischen Ambiente von Schloss Ahlden besichtigt werden.

Eine kleine Auswahl an Highlights wird überdies vom 21.-23. April in der Berlin-Repräsentanz von Schloss Ahlden präsentiert.

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Vorbesichtigung: 24. April 2022 bis 5. Mai 2022