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Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
Nachbericht zur 190. Internationalen Kunstauktion
Vom 27./28.April und 3./4.Mai 2024

Große Frühjahrsauktion - große Ergebnisse!
Mit hervorragenden Ergebnissen quer durch alle Sparten konnte das Kunstauktionshaus Schloss Ahlden in seiner 190. Kunstauktion am 27./28. April und 03./04. Mai auftrumpfen. Das kunstverständige internationale Publikum konnte dabei durch ein hervorragendes Sammlungsangebot von exzellenter Qualität begeistert und zu diversen aufsehenerregenden Zuschlägen verleitet werden. Neben Gemälden, Schmuck und Golddosen stachen dabei nicht zuletzt einige exquisite Prunkporzellane heraus, welche die prominente Stellung Schloss Ahldens unter den führenden Häusern auf diesem Gebiet einmal mehr eindrucksvoll zu untermauern vermochten. Sage und schreibe 94.000 € konnte so etwa für ein prächtiges Ensemble Meissener Schneeballenvasen (Lot 808) erzielt werden, während eine nicht minder prachtvolle KPM Potpourrivase starke 81.000 € (Lot 906) einspielte. Wie so oft in dieser Sparte setzten sich auch hier zumeist potente internationale Sammler durch. Eine weitere prächtige KPM Prunkdeckelvase (Lot 842) blieb -wie die beiden zuvor genannten Stücke auch- für 63.000 € immerhin noch in Europa, während eine monumentale Meissener Schlangenhenkelvase (Lot 898) zum selben Preis an einen asiatischen Bieter ging.

Einige bemerkenswerte Einlieferungen hatte man auf Schloss Ahlden dieses Mal im Bereich Moderne und Zeitgenössische Kunst zu bieten. So gelang es mit 88.000 € für eine pittoreske Parisansicht mit Blick auf Montmartre Maurice Utrillos (1883-1955) einen neuen Richtwert für Aquarelle des Künstlers aufzustellen (Lot 1868), während mit einer monochromen Arbeit Serge Poliakoffs (1900-1969) immerhin eindrucksvolle 62.000 € umgesetzt werden konnten (Lot1890).

Unter den Gemälden Alter und Neuer Meister, sticht demgegenüber neben einer Landschaft von Ludwig Strack (1761-1836) zu 50.000 € (Lot 1683) unter anderem eine Madonnendarstellung eines deutschen oder flämischen Künstlers aus der Zeit der Dürer-Renaissance um 1600 hervor, die von angesetzten 10.000 € auf 49.000 € kletterte und an einen deutschen Sammler veräußert wurde (Lot 1648).

Zur Versteigerung gelangt war sie mit einigen weiteren hervorragenden Gemälden, Silberobjekten und Porzellanarbeiten aus der prominenten, über Generationen gewachsenen Sammlung der Frankfurter Bankiersfamilie von Bethmann, zu deren absoluten Höhepunkten allerdings eine Reihe exquisiter Golddosen des 18. Jahrhunderts zählten, die samt und sonders enormen Anklang und hervorragende Resultate erzielten. Stellvertretend sei hier insbesondere die Steigerung einer musealen Louis XV-Gold-Perlmutter-Tabatiere mit allegorischen Szenen genannt, die in einem energisch geführten internationalen Bietergefecht von geschätzten 14.000 € auf atemberaubende 65.000 € schnellte.

Der Auflösung einer bedeutenden nordrhein-westfälischen Privatsammlung entstammten unterdessen einige exzellente, überwiegend signierte Louis XV-Möbel, die mit hervorragenden Zuschlägen für das starke Interesse und ein ausgesprochen schönes Gesamtergebnis der Sparte stehen. So wurde eine auf 5.000 € taxierte Kommode von Pierre Roussel erst nach minutenlangem Ringen bei 69.000 € zugeschlagen, während ein kleines Louis XV-Bureau plat von Antoine Criaerd beginnend bei 3.600 € zu letztlich 38.000 € in eine deutsche Sammlung überging.

Gewohnt hoch war auch die Beteiligung in Sachen Schmuck. Hier zählten unter anderem 53.000 € für ein hochfeines Diamant-Rivière-Armband von Friedrich und 43.000 € für Brillant-Ohrclips von Cartier zu den nennenswertesten Höhepunkten.

Einstmals die erzwungene Heimat von Sophie Dorothea, der als „Prinzessin von Ahlden“ in die Geschichte eingegangenen Ehefrau des späteren König George I. von England und Großmutter Friedrichs des Großen, finden heute dreimal jährlich Kunstversteigerungen im historisch-charmanten Ambiente des ehemaligen Welfenschlösschens statt, die im Vorfeld und Nachgang der Auktion kostenfrei besichtigt werden können. Mehr als 3.000 größere und kleinere Kunstschätze kamen so im Zuge der Frühjahrsauktion über vier Tage hinweg auf Schloss Ahlden zum Aufruf. Nicht versteigerte Objekte können noch bis Ende Juni im Nachverkauf erworben werden.
Die nächste Auktion findet vom 6. bis 8. September statt. Einlieferungsanfragen sind jederzeit willkommen.
190. Internationale Kunstauktion: 27./28. April und 3./4.Mai 2024
