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Historische Waffen & Jagdliches
Unsere Offerte umfasst Objekte vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Hierzu zählen Hieb- und Stichwaffen - Schwerter, Degen, Säbel. Dolche, Helmbarten (Hellebarden), Stangenwaffen, Rüstungen, Harnische, Helme und Schilde sowie nicht zuletzt historische Feuerwaffen und Fernwaffen wie Luntenschlossmusketen und -gewehre, Radschlossbüchsen und Radschlosspistolen, Radschlosspuffer, Steinschlossbüchsen, Flinten, Steinschlosspistolen, Armbrüste und Kugelschnepper. Diese dienten nicht nur zur eigenen und militärischen Bewaffnung, sondern auch der Gerichtsbarkeit oder fanden bei höfischen Jagden Verwendung. An ihnen sind auch die stilistischen und technischen Entwicklungen der Zeitläufe ablesbar. Abgerundet wird das Angebot durch Uniformen, Orden und andere Ehrenzeichen.
In der Renaissance und Im Barock entstanden besonders, sowohl aufwändig als auch kunstvoll, teilweise aus kostbaren Materialien gearbeitete, repräsentative Waffen, die dem Adel, Fürsten- und Königshäusern vorbehalten blieben. Hierzu zählen Armbrüste, Prunkbüchsen und Pistolen, die Technik und Handwerkskunst in höchster Vollendung vereinen. Oft erhielten diese geschnitzten Schäfte und Griffe, teilweise figürliche Verzierungen durch Gravuren, feine Horn-, Elfenbein-, Perlmutter- und Silber-Einlagen, gold- und silbertauschierte Damastläufe, Schlösser mit kunstvollem Eisenschnitt. Hierdurch sind für eine Reihe von Waffen in unseren Auktionen bedeutende Besitzer, Auftraggeber, Waffenschmiede und Büchsenmacher nachweisbar. Durch Monogramme, Wappen und korrespondierende Kronen lassen sich die Objekte oft mit historischen, bis heute weithin bekannten Persönlichkeiten verbinden. Eine der berühmtesten und legendärsten war zweifelsohne Friedrich August I. von Sachsen, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, gen. „August der Starke“, aus dessen persönlichen Besitz ein Paar bedeutende Jagd-Steinschlosspistolen von 1730 stammte (Erlös 28.000 Euro). Nur wenig später fertigte um 1740-1750 der Bamberger Hofbüchsenmacher Martin Dreyer ein Steinschloss-Jagdbüchse, die König Friedrich II. von Preußen als Geschenk von seiner Lieblingsschwester Wilhelmine von Preußen, Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth, erhielt (Erlös 38.000 Euro).
Durch besonders dekorative, gravierte biblische Szenen und Tierdarstellungen ragen ein museales Thüringer Radschlossgewehr von Hans Heller aus dem Jahr 1677 (Erlös 21.000 Euro), ein sächsischer Radschlossspuffer vom Ende des 16. Jahrhunderts (Erlös 12.500 Euro), eine deutsche Armbrust der Spätrenaissance (Erlös 14.000 Euro) heraus.
Zu den seltenen Waffentypen gehören hingegen eine böhmische Steinschloss-Schießaxt des Barock (Erlös 19.000 Euro) oder auch eine Ende des 18. Jahrhunderts entstandene, vierläufige Entenfuß-Steinschlosspistole von Henry Nock aus London (Erlös 6.000 Euro).
Alltagskultur, Justiz und Gerichtsbarkeit in der Frühen Neuzeit spiegeln Richtschwerter wider wie ein Exemplar des Solinger Waffenschmieds Johannes Hoppe aus dem 17. Jh. (Erlös 5.000 Euro).
Helme dienten seit dem Mittelalter bis heute dem persönlichen Schutz, boten aber auch weitere Möglichkeiten zu Repräsentation und für dekorative Elemente. Aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammte ein seltener Turnierhelm mit geschweift gearbeiteten Bändern im Visier (Erlös 5.500 Euro). Im Unterschied zu den einfache „Pickelhauben“ der wilhelminischen Kaiserzeit gehören Helme der zahlenmäßig kleinen, sogenannten „Schutztruppen“ in den deutschen Kolonien zu den Seltenheiten dieser Epoche. Hierzu gehört ein Exemplar für den Einsatz in Deutsch-Ostafrika aus der Zeit von 1891-1914 (Erlös 2.500 Euro).

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