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Kunstauktionshaus Schloss Ahlden
Vorbericht zur 185. Internationalen Kunstauktion
am 3., 4. und 10. September 2022

Vorbesichtigung: 21. August bis 1.September 2022
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Bedeutende Sammlungen

 

Am 3., 4. und 10. September lädt Schloss Ahlden zur Herbstauktion in das wunderschöne historische Ambiente der einstmaligen Welfenresidenz. Gut 3.200 ausgesuchte Kunstschätze und -objekte von klassischen Möbeln, Gemälden und Porzellanen über Moderne und Zeitgenössische Kunst, bis hin zu hochkarätigem Schmuck, Juwelen, Handtaschen und Luxusarmbanduhren kommen im Rahmen der 185. Internationalen Kunstauktion des Hauses zum Aufruf. 

Ein besonderes Glanzlicht setzen 14 Werke aus der bedeutenden zeitgenössischen Düsseldorfer Kunstsammlung Günter Ulbricht (1926-1992). Neben Arbeiten von Jörg Immendorf (1945-2007), Anatol Herzfeld (1931-2019), C.O. Paeffgen (1933-2019), Klaus Rinke (*1939), Ansgar Nierhoff (1941-2010) und gleich mehreren interessanten Steinskulpturen Ulrich Rückriems (*1938), ist hieraus unter anderem ein signierter, goldener Kunststoffhandschuh von Joseph Beuys (1921-1986) zu erwerben, mit dem er 1982 an seinen sogenannten „Hasensteine“ für die documenta 7 arbeitete (Schätzpreis 9.000 Euro). 1968 und 1977 nahm Gotthard Graubner (1930-2013) an der documenta in Kassel teil, der ebenfalls zum Portfolio der Sammlung Ulbricht zählt. Den Pinsel durch einen Schwamm ersetzend, verband er ab 1962/63 die Malerei mit subtil changierenden Tiefenwirkungen und wurde mit dieser Technik später zu einem der bedeutendsten Vertreter der lyrischen Farbfeldmalerei. Die vorliegende, frühe Arbeit von 1967 wird mit einem Mindestgebot von 33.000 Euro versteigert.

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Auch ansonsten kann sich das Aufgebot Moderner und Zeitgenössischer Kunst der Ahldener Frühjahresauktion im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Unter zahlreichen spannenden Arbeiten namhafter Künstler wie Markus Lüpertz (*1941), Otto Modersohn (1865-1943), Georg Schrimpf (1889-1938), Herbert Kitzel (1928-1978) und Peter Strang (*1936) gelangt hier auch ein überdimensioniertes, 244 x 244 cm großes Marmorschachspiel mit jeweils 16 von dem französisch-amerikanischen Objektkünstler Arman (1928-2005) und dem französischen Bildhauer Georges Boisgontier (1931-2019) gefertigten Bronzefiguren zu 115.000 € zur Versteigerung. Während Armans Figuren dessen Leidenschaft für sinnliche, weibliche Formen der Streichinstrumente widerspiegeln, verwandeln sich Boisgontiers straff abstrahierte Figuren durch ihre archaischen, geometrischen Formen, gleichsam in Idole voller Symbolik.

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Bei den Altmeistern stechen demgegenüber einmal mehr Adelsportraits, wie Johann Friedrich August Tischbeins (1750-1812) Abbild von Friederike Luise Wilhelmine von Oranien-Nassau zu 9.000 Euro sowie Werke aus der goldenen Zeit der niederländischen und flämischen Malerei hervor, darunter erneut auch von Jan Brueghel dem Jüngeren (1601-1678) und Hendrick van Balen (1575-1632) mit einer auf 100.000 Euro geschätzten, großformatigen „Allegorie der Fruchtbarkeit“.

Aus dem gewohnt starken Porzellansegment darf man neben gleich mehreren „Augustus Rex“-Stücken, Elementvasen, prächtigen Tafelaufsätzen sowie einem feinen Neorokoko-Ziertisch mit „Fête champêtre“-Darstellung zu 68.000 € unter anderem auf eine monumentale Schlangenhenkelvase sowie eine bedeutende Kratervase mit Szenen aus den Opern „Hans Heiling“ und „Der Freischütz“ bzw. dem Bilderzyklus „Die schöne Melusine" nach Moritz von Schwind, der Manufaktur Meissen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gespannt sein, die zu jeweils 125.000 Euro aufgerufen werden.

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Für großes Interesse dürfte auch die bedeutende norddeutsche Glassammlung Dr. Zahn sorgen, deren erster Teil mit rund 150 teils ungemein attraktiv taxierten Stücken die exzellente Septemberofferte auf Schloss Ahlden sublimiert. Mit Begeisterung, Sachkenntnis und vortrefflichem Auge für Qualität widmete sich Dr. Zahn Zeit seines Lebens seiner großen Leidenschaft für das Sammeln von Glas und trug so in akribischer Detailverliebtheit eine bedeutende Kollektion aus über drei Jahrhunderten zusammen, die er in großen Teilen in den 1980er bis 2000er Jahren auf internationalen Auktionen, Messen und Glasbörsen erwarb.  Dabei zählen Barockglas aus Böhmen, Schlesien, Lauenstein, Sachsen und Potsdam/Zechlin und Fachschulglas wie Steinschonau, Haida und Loetz, Wiener und Böhmisches Glas der Moderne, vom Jugendstil bis zum Art Déco, nach Entwürfen von Powolny, Beckert und Walther sowie Französisches Jugendstilglas, insbesondere von Daum, Gallé und Colotte zu den Höhepunkten der Sammlung. Unter den Einzelstücken ist zuvorderst ein musealer schlesischer Glasbecher von Friedrich Winter, um 1700 zu nennen, der mit 16.500 Euro aufgerufen wird. Das Gegenstück des in seltenem Hochschnitt mit Ornamenten sowie dem Wappen des böhmisch-schlesischen Uradelsgeschlechts der Grafen Schaffgotsch verzierten Trinkgefäßes befindet sich im Museum für Angewandte Kunst in Wien. Darüberhinaus gehören unter anderem eine 1923 entstandene, außergewöhnliche Wiener Bechervase mit Lebensalter-Motiv von Michael Powolny zu 2.800 Euro sowie eine große Emile Gallé Jugendstil-Stangenvase mit von Zweigen des Liebesperlenstrauches überlagertem Kardendisteldekor zu 5.000 Euro zu den erwähnenswerten Beispielen. Weitere Teile dieser herausragenden Sammlung werden in kommenden Versteigerungen zum Aufruf kommen.

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Auch das Angebot an Schmuck und Uhren weiß einmal mehr allerhöchsten Ansprüchen zu genügen und kann etwa mit einem auf 68.000 Euro angesetzten, acht karätigen Brillantsolitär in einem „Trinity“-Cartierring, einer zu 26.000 Euro taxierten Demi Parure von Van Cleef & Arpels sowie einer Chopard-„Classic“ Damen-Armbanduhr mit einem Schätzwert von 24.000 Euro überzeugen. Nicht minder beeindruckend präsentiert sich eine exquisite Kollektion mehrerer Goldtabatieren und -dosen, darunter eine herausragende, französische Empire-Edelsteintabatiere sowie eine hochbedeutende Wiener Empire-Edelsteintabatiere in der Manier des berühmten Dresdner Hofjuweliers Johann Christian Neubers mit Goldmontierung à Deux-Couleurs zu einem Schätzwert von je 59.000 Euro.

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Alle angebotenen Objekte können vom 21. August bis ersten September im historischen Ambiente von Schloss Ahlden besichtigt werden.

 

Eine kleine Auswahl an Highlights wird überdies vom 18.-20. August, 11-18 Uhr in der Berlin-Repräsentanz von Schloss Ahlden präsentiert, die Höhepunkte der Sammlung Ulbricht werden mit einigen weiteren Highlights gesondert am 18. und 19. August von 11 bis 19 Uhr im Steigenberger Parkhotel in Düsseldorf ausgestellt.

 

Rund 60 dekorative Schmuckkästchen in allerlei verschiedenen Farben und Formen erweitern das Angebot im Rahmen der dritten Online Only Auktion Hauses vom 13. August bis zum 11. September. Gebote können hier sowohl online unter www.auctions.schloss-ahlden.de als auch via Telefon und per E-Mail abgegeben werden.  

185. Internationale Kunstauktion: 3., 4. und 10. September 2022

Vorbesichtigung:
21.August bis 1.September 2022,
jeweils 13 bis 17 Uhr