Lot 1666: Franz Lippold (Lippoldt)
View description{{user_lang.ESTIMATE_PRICE}} €3,600 {{user_lang.PASSED}}
(1688 Hamburg - 1768 Frankfurt a. M.)
Paar Porträts eines adeligen Barock-Paares
Gegenstücke. Lebensgroße, repräsentative, sehr fein ausgearbeitete, höfische Bildnisse Franz Lippolds. Der dargestellte Herr in mittleren Jahren mit silbergrau gepuderter Allongeperücke, in weißem Hemd mit Jabot aus feiner Spitze. Der prunkvolle, teilw. vergoldete Harnisch deutet auf den hohen militärischen Rang hin, die darüber gezogene, goldbestickte Justaucorps-Jacke, nach der damals aktuellen Mode auf dessen adelige Abstammung. Die Dame mit prunkvollem Perlen- bzw. Edelsteinschmuck im Haar in gleichfalls standesgemäßer Gewandung aus einem spitzenverzierten Unterkleid mit dem Haarschmuck entsprechender Brosche am Dekolleté und goldockerfarbenem, silberbesticktem, vorne durch eine weitere Brosche geschlossenem Überkleid mit einem, den Körper umspielenden, roten sowie Gold besticktem Samtumhang. Lippold war in Hamburg Schüler von Balthasar Denner und arbeitete an verschiedenen Fürstenhöfen, bevor er sich in Frankfurt niederließ, wo er ab 1723 Bürgerrechte besaß. Als Porträtmaler sehr geschätzt, galt er im Frankfurter Raum als der beste seiner Zeit. Zu seinen Auftraggebern gehörten Kaiser Karl VII., Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz I.; Seine Werke sind in berühmten Sammlungen zu finden, u.a. im Schloss Bruchsal, in der Frankfurter Stadtbibliothek, in der Würzburger Residenz und im Hochaltar der Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit im unterfränkischen Gaibach. Beide rücks. sign. "Franz Lippold(t)" und dat. "pinxit A: 1737". Öl/Lwd.; Rest.; 83 cm x 68,5 cm. Rahmen.
A pair of paintings of a noble couple. Oil on canvas. Both signed and dated on the reverse. Restored.





